Videocredit: © Michael Liebert 2021

Zoom-Performance by donhofer.
with Katharina Schwab
720p, 2021

"Ich bin kein Roboter" ist eine Telefon-Performance, mit der donhofer. den Umgang mit Medien und Technologien in Bezug auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verhandelt. Gemeinsam mit der Stadt St. Pölten und Kulturformat by Gewista, realisiert der Aktionskünstler eine flächendeckende Plakatkampagne in
St. Pölten und Wien.

"Wir sind keine Roboter. Wir sind Menschen": DI (FH) Alexander Donhofer, Geschäftsführung donhofer., Mag. Matthias Stadler Bürgermeister der Stadt St. Pölten und Museumsleiter Mag. Thomas Pulle präsentieren die neue Kunstaktion. (Foto Josef Vorlaufer)

Im vergangenen Jahr ist der Begriff „Home Office“ wohl kaum an jemandem vorübergegangen. Doch was bedeutet es, wenn die Grenzen zwischen Privatem und Öffentlichem/Geschäftlichem immer mehr verschwimmen? In welche Richtung wollen wir Digitalisierung vorantreiben? Und was wird in Zukunft der Wert der Arbeit sein?

Faire und sinnvolle Gestaltung der Arbeitswelt
Der 1. Mai ist ein guter Tag um sich über diese Fragen Gedanken zu machen: Am österreichischen Staatsfeiertag gedenken wir der Solidarisierung der ArbeitnehmerInnen und betonen ihre Forderungen nach einer fairen und sinnvolleren Gestaltung der Arbeitswelt. Digitale Workflows sind aus dem Arbeitsmarkt nicht mehr wegzudenken. Die Roboter sind in vielen Bereichen unseres Lebens längst Realität. Die romantische Science-Fiction-Vorstellung wird sich von der Lebenswelt der Zukunft wohl etwas unterscheiden. Auf der einen Seite werden durch zunehmende Digitalisierung Beschäftigungen obsolet, auf der anderen Seite verlangen neue Anforderungen neue Arbeitsplätze.

Gesellschaftliche Fragen auf kunstvolle Weise zu verhandeln
„Die Frage ist, ob wir uns als Gesellschaft weiterhin ausschließlich über Arbeit definieren wollen? Die letzten dreizehn Monate haben gezeigt, dass Dinge, die bisher unmöglich schienen, mit einem politischen Willen möglich gemacht wurden. Wir sind keine Roboter. Wir sind Menschen“, so donhofer.
„donhofer. greift eines der brennendsten Themen unserer Zeit auf. Welche Rolle spielt Arbeit in der Gesellschaft – heute und in Zukunft? Wird der Wert des Menschen ausschließlich über seine Arbeit definiert? In gewohnter Form stellt er diese Fragen niedrigschwellig in den (öffentlichen) Raum. Kunst im öffentlichen Raum ist aktuell einfach die treffsicherste Methode, abseits von Auf- und Zusperrdebatten, gesellschaftliche Fragen auf kunstvolle Weise zu verhandeln“, so Bürgermeister Matthias Stadler, der diese Aktion unterstützt.
Museumsleiter Thomas Pulle ergänzt: „Wie immer ist die künstlerische Arbeit von donhofer. höchst aktuell. Wenn alle Galerien und Museen geschlossen haben, präsentiert er seine Kunst auf Plakatflächen und erweitert sein Projekt in den virtuellen Raum. Dort zeigt er nicht „l´Art pour l´Art“ – also Kunst um der Kunst willen – sondern Kunst, die zu aktuellen gesellschaftlichen Problemen Stellung nimmt und Themen aufgreift, die für den gesellschaftlichen Diskurs generell wichtig sind. Wir alle haben im letzten Jahr unser Verhältnis zur digitalen Welt neu ordnen müssen und haben uns mit der Technik arrangiert. donhofer. hinterfragt diese Zustände und aktuelle Befindlichkeiten und übernimmt damit eine wichtige Vermittlerrolle.“


Ein Mehrwert für unsere Gesellschaft
Gemeinsam mit der Stadt St. Pölten und Kulturformat by Gewista, realisiert der Aktionskünstler donhofer. eine flächendeckende Plakatkampagne in St. Pölten und Wien, um das Kunstwerk einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Ein QR Code auf den Plakaten animiert zur Interaktion mit dem Werk. Der kostenlose Konsum von Kunst und Kultur im öffentlichen Raum erfreut nicht nur kunstaffines Publikum – auch Menschen, die nur wenig oder keinen Zugang zu Kunsteinrichtungen haben, bekommen die Möglichkeit dieses Projekt zu erleben.
Um die Aktion auszuweiten, hat donhofer. eine Crowdfunding Kampagne gestartet, welche mit zahlreichen "Dankeschöns" zur Unterstützung einlädt.

Kunstaktion zum Thema Arbeit: Michael Koppensteiner Konkret-Chefredakteur, Mag. Thomas Pulle Direktor Stadtmuseum St. Pölten, DI (FH) Alexander Donhofer, Geschäftsführung donhofer., Mag. Matthias Stadler Bürgermeister der Stadt St. Pölten, Katharina Schwab MA Kulturvermittlerin und Fotograf Michael Liebert präsentieren die Kampagne. 

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